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Weisse Abzeichen in der FM Rasse
11.01.2008 11:34 (8795 x gelesen)

Weisse Abzeichen in der Freibergerrasse.




Seit einiger Zeit sind die Zuchtverantwortlichen der Freiberger Rasse mit dem Problem der weissen Abzeichen in der Freibergerrasse beschäftigt. Diese gelten als nicht Rassekonform bezw. als nicht dem Rassestandard entsprechend.

Als unbefangener Betrachter kann man nur schmunzeln ob dieser Nabelschau welche hier betrieben wird. Es wirkt nun wirklich absolut lächerlich, mit welchem Bierernst sich die Verantwortlichen dieser Nebensächlichkeit, welche zum Grossen Teil von diesen selbst verursacht wurde, widmen und diese angehen, und bekämpfen wollen.

Tatsache ist, dass schon Anno 1818 im Schaubericht der bernischen Schaukommission der Umstand, dass im Jura, anstatt der schwarzen Pferde wie im alten Kantonsteil, zum Teil Braune,Füchse, Schimmel (weisse), Graue und eine Menge „missfarbiger“ Tiere (Schecken) gehalten wurden, Erwähnenswert schien. Hier dürften die Ansichten der Vertreter des „Ancien Regime“, welche vom alten Kantonsteil stammten, zu dieser Bemerkung mit beigetragen haben. Es gab also dazumal nicht nur „original braune“ Pferde.
Die Ansicht ein Freiberger Pferd sei eigentlich in „originaler“ Farbe braun mit schwarzen Stiefeln. bzw wildfarbig (rehbraun, mit Alstrich, Mehlmaul, zwei weissen Tatschen über dem Sprunggelenk, schwarze Stiefelung bis über die Gelenke, heller Bauch, schwarze Hufe, keine weissen Abzeichen, Doppelmähne usw.) ist vermutlich auf den Umstand zurück zuführen, dass trotz allen Bemühungen diesen Urtyp wegzukreuzen, dies wegen der stark verankerten Genetik der Stammstuten nicht gelang. (Die Stute vererbt den Nachkommen mehr, dafür steht das offensichtliche Beispiel in der Zucht, dass ein Nachkomme eines Eselhengstes und einer Pferdestute mehr einem Pferd gleicht, und umgekehrt). Gesichert ist, dass nur die Stuten, die mitochondriale DNA vererben usw. Ev.trägt dieser Umstand zu obigem bei. Die Forschung ist hier noch Erklärungen schuldig.
So kamen früher immer wieder diese Urtypen vor, was wegen ihrer Häufigkeit als Zeichen von Reinrassigkeit galt. Der noch recht unverfälschte kaltblütigere Stammfreiberger steht dem Wildpferd vermutlich auch näher, als der heute gezüchtete mit Fremdgenetik jeglicher Art „veredelte“ Freiberger. (Dies ist auch heute die Meinung von Fachleuten unbestrittener Qualität.) Was nicht heissen soll, die Stammfreiberger seien alle original Braun.
Womöglich war da auch noch die mündliche Überlieferung massgebend, was heute kaum noch relevant ist. So haftet dem reinen FM, in der Publikumsmeinung gemäss der Überlieferung heute immer noch, härtnäckig das Image des schweren Pferdes so Typ Burgdorferschlag an. Was natürlich nicht stimmt.
Jedenfalls wollte man sich beim SFZV diesen nicht „Rassetypischen“ Merkmalen annehmen.
Die Zuchverantwortlichen beschlossen zu handeln. In gewohnter Manier, nachdem der bekannte zurückge-kreuzte als „0riginaler Freiberger“ bezeichnete Hengst Havane, als „Hengst des Jahres“ reüssierte, wurde im Frühjahr an der Vorführung in Glovelier an der Hengstschau verkündet, dass man nun keine Hengste mehr mit viel weiss kören werde.
Dies entspreche nicht dem Rassestandard, ein Freiberger sei: original Braun ohne Abzeichen.
Von derselben Kommission war nicht lange vorher der Hengst Lambswool mit viel weiss (eigentlich ein Schecke) angekört worden. Dieser sollte den Westernsport „aufmischen“ und dort Furore machen. Was ihm eigentlich trotz vorzüglichen Reitern nicht gelang. (Interessanter Weise sind gerade in dieser Disziplin, die in absoluter Minderzahl operierenden reinen Freiberger an der Spitze stark vertreten, was für mich unbegreiflich ist da sie ja angeblich vom SFZV her „ schlecht“ sind und entsprechend benotet werden.)
Männiglich war erstaunt, und die Hengsthalter je nach Hengst erzürnt oder erfreut, vor allem diejenigen welche Junghengst Anwärter mit Havane Abstammung aufführten, weil dieser erfahrungsgemäss immer Nachkommen mit viel weissen Abzeichen aufwies und weist. Auch an den Fohlenschauen im selben Jahr wurden die Fohlen mit viel weiss bis zu vier Punkte gestraft, aus demselben Grund. Auf Intervention der bernischen und jurassischen Züchter, musste der SFZV darauf klein beigeben und es galt wieder die alte Ordnung.
Jedoch wurde ein Gremium beauftragt diese Problematik zu untersuchen. Die zuständige Kommission ihrerseits, gab bekannt, dass die Sache noch nicht ausgestanden sei und man die Ergebnisse abwarten müsse, ob da ev. in den weissen Abzeichen die Möglichkeit eines Schadenspotential vorliegen könnte. Auf alle Fälle werde man diese Problematik im Auge behalten und Hengstanwärter mit diesen Eigenschaften nicht portieren. Etwa in diese Richtung zielte die Bekanntmachung.
Was die Verantwortlichen jedoch nicht davon abhielt, im Jahr 2007 den Hengst Neptune de Champs zum Hengst des Jahres zu machen, und mit ihm ein Fuchshengst mit viel weiss!

Das Ganze lächert einen weil schon vor ca 5 Jahren dieselbe Diskussion anlässlich der Körung des Hengstes Lambswool über das Internet geisterte, hier haben Fachleute aus der Freiberger Westernszene aufmerksam gemacht, dass eine Schecke nicht unbedingt, nur weil sie wie ein Westernpferd aussieht für den Westensport geeignet sein muss. (Wie recht sie doch hatten) zudem sei es eine Binsenwahrheit, dass vor allem der Schwedenhengst Aladin anscheinend den sog. Sabino* Effekt vererbt habe. Damit sei dieser Effekt (nebst andern negativen Eigenschaften), durch seinen Sohn Alsacien in die ganze Rasse hinein geschleppt worden, da dieser praktisch bis auf einige wenige Tiere im Pedigree aller FM vorhandnen sei. (Ausser auch in der Stammrasse natürlich. Was nicht heissen soll, dass in der Stammrasse die weissen Abzeichen kein Thema wären. Anm. Webmaster) Diese Aladin Nachkommen, würden der FM Zucht noch lange Jahre viele bunte Pferde bescheren. Soweit die Kritik auf damals prominenten Web Seiten.

Wie also wollen die Verantwortlichen das beheben? In dem man die Pferde schlecht benotet? Geht so etwas mit schlechter Benotung weg? Oder alle Alsacien Nachkommen ausmerzen? Wohl kaum! Man hat klar zu wenig gut aufgepasst bei der Auswahl des Founders Aladin. Dieses Problem ist also von der zuständigen Kommission hausgemacht, und die Züchter sollen die Folgen tragen. Die falsche Vorgehensweise bei der Auswahl des Founders und  beim Schaffen der neuen Blutlinie, durch die zuständige Kommission hat zu dieser Problematik geführt.
Wir warten auf die nächsten Massnahmen.
Eigentlich sind diese weissen Abzeichen, nebensächlich und wie erwähnt selbstverursacht, und kaum noch zu ändern, was in der Genetik drin ist, lässt sich nicht mehr herausnehmen. Schlimmer ist eigentlich die Tatsache, dass dem SFZV bzw. der zuständigen Kommission etwas viel Wichtigeres entgangen ist, nur sieht man dies natürlich nicht bzw. es fehlt der Weitblick dies zu begreifen:

                                                           die Genetik der Rasse.

Diese verschwindet schleichend und mit dem Untergang der Stammrasse endgültig...... sind da diese weissen Abzeichen wirklich, so wichtig und so vorrangig zu bekämpfen? Natürlich ist dies auch wichtig, wichtiger wäre jedoch die Stammrasse, welche hier noch nicht so verfälscht ist zu erhalten, damit immer zurückgegriffen werden kann.

*
Der Sabino Effekt kann mitunter nebst Birkaugen (welche Sehbehinderungen, bis Blindheit bewirken können) auch Taubheit in der Zucht zu einem Thema machen. Dieses vorher unbekannte Phänomen, ist heute wegen des Einkreuzens in der Freiberger Rasse bekannt. Es sind schon birkäugige Hengste gekört.


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